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WAS BEDEUTET EIGENTLICH DÄMMERSCHLAF ?

Im Wörterbuch wird er als leichter Schlaf, oder Halbschlaf bezeichnet.

Wenn der Zustand mittels Medikamenten erzeugt wird, sprechen wir von Analgosedierung.

Während des Dämmerschlafs ist der Patient schläfrig, hat geschlossene Augen, atmet selbstständig, ist entspannt und angstfrei.Das anschließende Erinnerungsvermögen wird eingeschränkt. Dadurch ist der Dämmerschlaf nicht nur für ängstliche, sondern auch für Risikopatienten sehr gut geeignet, da übermäßige Belastungen von Herz und Kreislauf vermieden werden. Puls und Blutdruck bleiben weitgehend stabil.

DURCHFÜHRUNG DES DÄMMERSCHLAFS:

Unmittelbar vor dem Eingriff wird ein venöser Zugang gelegt und der Patient an eine kleine Überwachungseinheit und die so genannte Spritz-Pumpe angeschlossen. Die Pumpe versorgt ihn kontinuierlich mit einem ultrakurzwirkenden Schmerz- und Beruhigungsmittel.Der Narkosearzt ist während der gesamten Behandlung anwesend und steuert die Schlaftiefe. Etwa 10 Minuten nach dem Behandlungsende ist der Patient ansprechbar und orientiert und nach weiteren 10-15 Minuten entlassungsfähig.

RISIKEN UND NEBENWIRKUNGEN:

an der Einstichstelle kann es zum Bluterguss und Entzündung kommen

gespritzte Mittel können in sehr seltenen Fällen eine allergische Reaktion hervorrufen. Die Schwere kann von einer leichten Reaktion bis zum allergischen Schock hin variieren. Ein allergischer Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand.

sehr selten kann ein starker Reiz am Kehlkopf ( z.B. bei zahnärztlichen Eingriffen ) den so genannten Kehlkopfspasmus hervorrufen, was eine sofortige Narkoseneinleitung und eine kurzzeitige Beatmung erfordert.

selten bewirken die gegebenen Medikamente eine Vollnarkose

einige Stunden nach der Analgosedierung kann eine Kollapsneigung bestehen

VOR DEM EINGRIFF:

Zur Indikationsstellung und Risikoabschätzung ist ein Gespräch mit dem Narkosearzt notwendig.

6 Stunden vor dem Eingriff darf der Behandelnde nichts mehr essen, trinken und nicht mehr rauchen.

NACH DEM EINGRIFF:

Auf dem Weg nach Hause braucht der Patient Begleitung.

Er darf 12 Stunden lang kein Fahrzeug lenken, keine Verträge abschließen, keine komplizierten Maschinen bedienen und keinen Alkohol trinken.

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